Mini-Jobber in Mülheim bekommen ab Januar mehr Geld
Veröffentlicht: Mittwoch, 31.12.2025 05:12
Rund 13.500 Mini-Jobber in Mülheim können ab Januar mehr verdienen. Der Mindestlohn steigt um 1,08 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde, gleichzeitig erhöht sich die Verdienstgrenze auf 603 Euro monatlich.
Wer zehn Stunden pro Woche arbeitet, bekommt 47 Euro mehr im Monat, rechnet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten vor. Besonders viele Mini-Jobber gibt es in der Gastronomie: 1.720 Menschen arbeiten dort auf 520-Euro-Basis. Die Gewerkschaft fordert bessere Bezahlung für Mini-Jobber und kritisiert, dass sie oft schlechter behandelt werden als Vollzeitkräfte. 59 Prozent der Mini-Jobber in Mülheim sind Frauen. Die Gewerkschaft warnt: Mini-Jobs können zur beruflichen Sackgasse werden und führen später zu geringeren Renten. Sie fordert eine Reform des Systems.
Hinweis: Zum Thema Mini-Jobber gibt es unterschiedliche Zahlen. Die Minijob-Zentrale kommt nach eigenen Angaben auf nur 12.717 geringfügig Beschäftige in Mülheim. Die Differenz entsteht, weil Bundesagentur für Arbeit und Minijob‑Zentrale unterschiedliche Grundgesamtheiten, Zeitpunkte und Definitionen nutzen – sie zählen also nicht exakt dasselbe. Die Gewerkschaft verwendet die Zahlen der Arbeitsagentur.